(Das basiert auf einer Schreibübung: Kaffeemaschinen sagen manchmal „Satzbehälter leeren“. Und das kann man ja auch beim Schreiben tun.)
Um was geht es jetzt, hier und heute?
Es geht in diesen Zeiten um die Entwicklung eines neuen W I R .
Die erzwungene Isolation bietet vielleicht die Möglichkeit der inneren Einkehr, die Möglichkeit sich neu auszurichten, Werte zu überprüfen. neue Denkansätze eben.
Was bedeutet das ganz konkret für mich, genau in diesem Moment?
Wie fühle ich mich heute, kann es sein, dass die im und von Außen verordnete Isolation auch Isolation im Innen geradezu fordert ,uns anspringt wie der Tiger seine Beute mit der dringenden Bitte doch bitte genau hinzuschauen?
Kann es sein , dass das Satzbehälter leeren mir Angst macht, weil ich den Bodensatz fürchte oder nicht wahrnehmen möchte?
Kann es außerdem sein, dass wenn der Satzbehälter leer ist, tatsächlich nur noch Leere ist und die Furcht wächst diese Leere nicht mehr aus- und auffüllen zu können?
Ist die staatlich verordnete Isolation und die damit verbundene Indoktrinierung
In der Lage uns so zu verändern, dass Angst unser Leben bestimmt und uns nachgerade lähmt?
Und ist es dann nicht praktischer den Satzbehälter einfach nicht zu leeren und eher auf Tee umzusteigen?
Es hört sich so leicht an : Satzbehälter leeren, aber ist es das auch?
Könnte man vielleicht auch ‚dosiert’ leeren und sozusagen mit Vorsicht oder besser Umsicht den Satzbehälter versuchen aus zu kippen?
Es ist doch so als wenn wir laufen lernen würden, vorsichtig , behutsame erste Schritte.
Nein hier ist in diesen Zeiten kein Netz und doppelter Boden angesagt, im Gegenteil, wir müssen jetzt Farbe bekennen. Alles muss ‚ raus’, Satzbehälter vollständig entleeren, damit Neues entstehen kann. Es ist wie in der Meditation, beim Einatmen Neues zulassen, beim Ausatmen Altes weg atmen, immer und immer wieder!
Den Mut haben nicht im Kaffeesatz lesen zu wollen, sondern endlich zu sich selbst zu stehen, aufrecht und ehrlich, das ist ohne jeden Zweifel eine große Aufgabe und ja wenn schon die Kaffeemaschine uns dazu auffordert, dann nehmen wir diese Herausforderung doch einfach einmal an!
Wann genau haben wir das letzte Mal uneingeschränkt, aus vollem Herzen ja gesagt und uns dabei gut gefühlt?
Ich kann mich nicht entsinnen, wie traurig…
Es heißt doch immer in den schlauen Ratgebern : Sei im Einklang mit Dir, der Natur, der Familie usw.
Genau deshalb denke ich, dass es nicht nur sinnvoll , nein auch bitter notwendig ist sich neu auf zu stellen und in einer neuen Form der Verbundenheit zu agieren mit Menschen die ähnlich denken und handeln nur so kann dieses neue WIR-Gefühl entstehen