Heute morgen bin ich aufgewacht mit einem guten Gefühl, ein Gefühl der Dankbarkeit erst einmal, dass ich überhaupt aufgewacht bin und sogleich schlichen sich die ersten kleinen Saboteure ein…
Was bringt Dir Dein Tag, bin ich offen genug für Neues, habe ich genügend Empathie für Menschen die mir nah sind , die Liste wurde immer länger.
Der innere Zweifler, der uns/ mir so viel Steine in den Weg legen kann und dann kam der heutige Impuls der Schreibübung:
Alles ist gut , alles ist rund, ich fühle mich trotz Corona wohl in meinem Körper.
Ist das ehrlich? Ja und welche Stelle meldet sich in meinem Körper??
Es ist der rechte Fuß, der schmerzt, ein schmerzender Fuß, was hat das zu bedeuten und noch dazu der rechte Fuß, etwa die männliche Seite in mir?
Fällt mir das Gehen, das Vorwärtsschreiten in meinem Leben so schwer, dass mich ein Schmerz, ein richtiger Schmerz vielleicht auf etwas hinweisen möchte?
Gehe ich in eine Richtung, die meine Füße nicht gut heißen bzw mein Körper?
Das sind tatsächliche existenzielle Fragen, Fragen die mein Innerstes berühren. Und da sitzt eine tiefe Trauer, eine Trauer die mich von den Haarspitzen bis in die Fußzehen ausfüllt.
Eine Trauer, die mich vielleicht daran hindert einen Richtungswechsel vorzunehmen und mich deshalb nicht ‚richtig’ laufen lässt, wer kann es genau sagen, wenn ich selbst es nicht weiß.
Aber ist es nicht jetzt im hier und heute bedingt durch den vorgegebenen Impuls: trotz Corona geht es mir in meinem Körper rundum gut, aber was klemmt denn so deutlich das mir das Gehen schwer fällt?
Jeder Mensch muss oder besser gesagt sollte gehen können und zwar ohne Schmerzen!
Es ist an der Zeit, auch gerade durch und mit Corona eine Ehrlichkeit zu sich selbst zu entwickeln.
Nur wie könnte das gelingen?
Gibt es überhaupt die absolute Ehrlichkeit zu sich selbst ohne Wenn und aber und beinhaltet das nicht auch Mitmenschen vor den Kopf zu stoßen, ich weiß es nicht ich, weiß nur dass ich meinen schmerzenden Fuß los werden möchte und weiter möchte ich wieder geradeaus gehen! Kann ich meine Trauer sozusagen ‚weglaufen’ etwa auf einem Jakobsweg?
Je weiter ich in meinem Leben weiterlaufe darf ich sie Stück für Stück am Wegrand entsorgen? Will ich sie überhaupt loswerden?
Sie ist ein Teil von mir geworden und ich bin ihr im Grunde genommen dankbar für die Erkenntnisse, die ich gewinnen durfte.
Ich bin auch dankbar , dass die Trauer mich gelehrt hat aufzuräumen in meinem Leben und so besser zu verstehen was oder wer mir gut tut.
Deshalb, ja ich fühle mich trotz Corona wohl in meinem Körper und verstehe ganz langsam , was mein Fuß mir sagen möchte.