Denise, erstaunt, schon im Pensionsalter zu sein, aber immer noch sehr aktiv, ewig Reisende, reell, spirituell und neu auch virtuell, unabhängig und wohnhaft in der größten Schweizer Stadt

Ja, auch ich könnte an Corona sterben, aber wäre das so schlimm?

Sterben gehört doch zum Leben! Ja, keine schöne Vorstellung auf der Intensivstation zu landen. Meine erste Erfahrung damit, vor mehr als einem Jahr.

Ja, und als Asthma Patientin weiß ich auch, wie schrecklich Atemnot ist. Meine Anfälle führten mich meistens bis zur Ohnmacht, eine glückliche, erwünschte Erlösung. Und genauso wünsche ich mir auch meine letzten Stunden, Minuten. Dabei hilft mir mein Glaube, mein Glaube ans Universum, an eine höhere Macht, die über dem menschlichen Bewusstsein, dem menschlichen Verstand steht, ob Universum, Gott, Allah, Shiva oder Adonai genannt, wie auch immer. Wie sagte Goethe so schön? «Name ist Schall und Rauch umnebelnd Himmelsglut»! Ja, das ist mein Credo: ich vertraue, dass ich dann diese Macht, das Universum, Gott, die Engel anrufen kann, um Beistand bitten für den Übergang – aber sie sind zu dieser Stunde bestimmt schon da. Ich glaube an das Licht, den Lichttunnel am Ende.

Und ja, ich freue mich darauf von all meinen Lieben, inklusive den Tieren, die mein Leben bereichert haben, abgeholt zu werden, Wiedersehen zu feiern. Und eingewiesen zu werden in dieses andere, neue Leben, körperlos, – ätherisch – aber mit erweitertem Bewusstsein, mit Rückblick auf das vergangene, die vergangenen Erdenleben. Begreifen was ich schon gelernt habe, was ich hätte lernen müssen und so noch zu lernen habe! Und natürlich auch wie ich neu weiter lernen kann, darf, muss! All dies ist bereichernd, erfüllend, gibt mir Kraft, denn ich glaube fest daran. Ich habe das Glück, hatte das Glück in meinem Leben, meinem bewegten Leben viel dazuzulernen, dazu lernen zu dürfen, müssen, können! Dazu gehört die Auseinandersetzung mit dem Hinduismus und dem Buddhismus, beides Religionen – oder Philosophien – die an die Reinkarnation glauben. Und mir war eigentlich sehr schnell klar, dass ein Erdenleben alleine doch nicht alles sein kann! Zu viel Aufwand für so kurze Zeit! Auch blitzten, blitzen bei mir oft Erlebnisse aus früheren Zeiten durch, so genannte Déjà-vu Erlebnisse. Auch da lerne ich, forsche ich. Ich betrachte heute ein Erdenleben wie eine etwas in die Länge gezogene Schulzeit. Lektionen, in denen man lernt, was man im Leben braucht und was nicht gelernt wird muss wiederholt werden! Dies mag vielen als Fantasterei erscheinen, Wunschdenken oder gar an den Haaren herbeigezogen. Aber für mich stimmt es. Und das Fazit, das positive Resultat: ich habe keine Angst vor dem Tod, bin überzeugt, dass ich nicht leiden werde, der Übergang ruhig, ja schön verlaufen wird.

Und ja, ich freue mich auf das Wiedersehen, auf das weiter lernen auf einer anderen, höheren Ebene.