Ja, seit einem Jahr ist nichts mehr so, wie es war. Es steht alles auf dem Kopf. Auf dem Kopf – wie genial – da rinnt das Hirnschmalz zusammen. Das ist praktisch – Hirnschmalz nährt, da läuft dann alles wie geschmiert. Geschmiert braucht es, damit nix verrostet.
Verrostet war einmal – jetzt ist alles anders. Jetzt ist alles ver-rückt.
Nix ist mehr so, wie es vorher war: Ver-rückt, hervor-gerückt, heraus-gerückt, ins rechte Licht ge-rückt, aus der Bedeutungslosigkeit ge-rückt, ins Leben ge-rückt. Herein gerutscht, hinein gepoltert.
Puh, das alles hat Kraft, hat Power, hat Leben, hat Bedeutung – ich schaue auf das, was mir etwas bedeutet. Weil, Corona dominiert einfach alles.
Was heißt Corona eigentlich?
Corona heißt KRONE
Eine Krone aufsetzen. Eine Krone aus Dornen? Eine Krone aus Gold und Silber? Eine Krone aus Edelsteinen und Brillanten?
Wofür eine Krone aufsetzen? Ist das Leben ohne Krone nix? Womit kröne ich mein Leben? Was findet die Krone vor, die ich aufsetze – die ich aufgesetzt bekomme? Wer bin ich überhaupt, dass ich eine Krone brauche? Hab ich diese Krone verdient? Muss ich dienen, um zur Krone zu kommen? Oder kommt diese Krone einfach zu mir?
Corona heißt FERMATE
Fermate heißt aushalten. Fermate heißt ausdehnen. Fermate heißt eine Zäsur setzen. Fermate ist wie Pause machen, wie Luft holen, wie Innehalten, wie zur Besinnung kommen
Auf was will ich mich besinnen? Wofür besinnen? Wovon besinnen?
Be-Sinnen? Das ist irgendwie wie be-Hirnen.
Behirnen, das setzt voraus, dass da ein Hirn ist. Ach ja, genau – da sind wir wieder beim Hirn-Schmalz. Und das Hirnschmalz rinnt zusammen, wenn ab und zu alles auf dem Kopf steht. Aber wohin dann mit meiner Krone, wenn ich Kopf stehe?
Ach – die Krone ist praktisch, da kann man den Kopf so schön hineinsetzen. Die Krone ist ein Kopf-Halter jaaa… juhhuuu.
Hahaaaa…. Dann stehen mir die Haare nicht mehr zu Berge, sondern zu Tale…. Aujaa
Seit Corona steht alles Kopf. Seit Corona geht alles wie geschmiert. Seit Corona ist alles verrückt.
JA, wohin ist es denn gerückt? Wo war es denn vorher?
ES?? Was ist ES? Es ist verrückt? Es spielt verrückt.
Aujaa, spielen – ein bissi spielen ist immer gut. Und ver-rückt spielen?
Man kann auch ent-rückt spielen, oder ab-gerückt. Oder auf-gerückt. Aber auch ver-zückt? Sicher: ver-zückt. Zücken wir das „Ver“ und rücken es zum Spiel. Zücken wir die Pause und rücken sie zum Atem.
Spielen, zücken und ver-rücken. Hin-rücken, Her-rücken, ab-rücken, auf-rücken… sich einen Ruck geben. Mit einem Ruck landen.
Mit einem Ruck aufbrechen. Oohh: auf-brechen. Nein! Brechen ist so brachial. Dann lieber doch landen.
In der Pause landen. In der Besinnung landen. Im Leben landen. Am Kopf landen. Die Krone absetzen und Kopfstand drauf machen. Dem Hirnschmalz zuschauen, wo es überall hin rinnt. In einen Topf zum Beispiel. Und dann drin Krapfen backen.
Hhmmmm Faschingskrapfen. Aujaa! Ich spiele ein bisserl Politik und backe mir damit Krapfen. Die Poli- sollte öfter Krapfen backen. Das ist besser, als -Tik zu machen.
Tik?? Oder Tik Tak? Tik Tak macht die Uhr. Die Poli macht nur Tik. Die Poli kann aber auch Zei machen. Die Poli kann auch Tesse machen. Was noch? Die Poli kann spielen. Ein bissi ver-rücken spielen.
Die Poli braucht die Zei, damit sie Tik machen kann. Mit der Tesse hat die Tik nix zu tun. Außer sie haut sich heimlich über die Häuser und geht fliegen. Dann braucht sie auch die Tesse. Aber das ist eine andere Tesse, nämlich eigentlich eine Desse. Eine Stewar-Desse.
Fliegen ist toll! Aujaa!! Auf und davon fliegen. Mit den Haaren zu Tal fliegen, die Krone dabei flatternd im Wind. Und die Gedanken wie Hirnschmalz fließen geschwind – frei wie der Wind . . .
Die Poli- soll doch machen, was sie will -Tik, oder -Zei, oder -Tesse.
Mir ist das jetzt egal. Ich fliege! Frei wie der Wind, jaa, wie die Aeronauten. Wie die Aerosole. Aerodynamisch, wie Fermaten. HA – das halte ich lange aus.
Aerosole sind auch frei wie der Wind. Was können die eigentlich dafür, dass sie so in Verruf geraten sind? Arme Seelen sind das! Wenigstens kann sie niemand ver-rücken. Die fliegen einfach. Auf und davon fliegen sie – genießen das DaSein. Ohne Poli, und auch ohne Tik. Frei, wie der Wind. Herr-lich!! Oder vielleicht doch lieber däm-lich?
Dämlich ist toll, manchmal mehr, manchmal weniger – wie der Mond. Der Mond kommt und geht auch, wie er will. Eigentlich wie sie will. Die Mondin. Sie ist eh immer da. Nur halt nicht immer sichtbar. Einfach manchmal ein bissi weniger zeigen. Ins rechte Licht gerückt. Voll und ganz, oder auch nur ein wenig. Ver-rückt auch manchmal. Mal mehr, mal weniger. Hauptsache Pol. Oder doch lieber Voll? Voll verspielt!
Ver-rücken wir das Spiel wieder nach vorne und Pol-tern wir uns zurück ins Licht des Lebens. Mal mehr, mal weniger. Juhhuuu, tik – tok – eingenockt. Die Krone auf dem Kopf.