Corona, Lockdown, Betroffenheit hautnah,
emotionale Auseinanderbesetzung mit Angst, Unfreiheit, Hörigkeit und Anpassung
eigenen Weg und Umgang finden
hinter die Kulissen schauen lernen….
Weitwinkelobjektiv des Verständnisses, mich emotional und bewusstseinsmäßig
verändern
Phasen verschiedener Art: Zweifel und Verzweiflung, Ohnmacht und Zuversicht
Selbstfindung und neue Entschlossenheit, Freiheit und Selbstbestimmung
Geist und Gefühl werden neu justiert.
Ich fühle meine Ängste, meine Anpassung, meine auftauchende Not und Wut und Ohnmacht und meine alte Aussichtslosigkeit, meine alte fehlende Zuversicht…. Nur diesen Gefühlen fühlend ausgesetzt würde mich in eine Sackgasse führen, die ich schon ganz gut und ganz lange kenne.
Ich werde zu etwas gezwungen, genötigt, uneinsehbar und ich versuche mich zu widersetzen, aufzubegehren, zu erklären und Verständnis zu finden. Meine Urerfahrung – in gewisser Weise eine Art Wiederholung der allerersten, wesentlichen Traumata im Leben – die auf Dauer durch Verdrängung in Einsamkeit endeten – Unverständnis, Schläge, Strafen, Vorwürfe – eben einst unausweichlich über mich hereinbrechende Zwangsvorgaben – und unverstanden und traurig habe ich den Widerstand irgendwann aufgegeben und damit den Glauben an mich, an meine Intuition, und damit meinen eigenen Willen stark geschwächt – Restimpulse blieben, die die Gesellschaft mit ihren Vorgaben, Normen und Pflichten eben noch zulässt oder in Nischen abgedrängt wurden und in einem vermeintlich verbotenen Freiraum Grenzen überschreiten – beim Saufen, beim sich Durchschwindeln, möglicherweise in der Gewaltanwendung gegen Schwächere…
Naja – das gute Herzensgefühl wurde nicht mehr recht wahrgenommen, der Mut wurde beschnitten, die positive Aggression, was das freche, freie, mutige und kraftvolle ins Leben treten, sich zeigen und sich ausdrücken und verwirklichen in seinen Wesensimpulsen betrifft, all das wurde in einer Art Lebendigkeitsverringerung planmäßig, langfristig von allen Seiten durchgeführt – und diese Vitalitätseinschränkung wird durch die Coronabeschränkungen bei uns allen ans Tageslicht gebracht. Und der Reaktionen und der Art des Umgehens damit sind sehr verschieden.
Je nach persönlicher Veranlagung und persönlichem Bewusstseinszustand. Je nach individueller Ausprägung der eigenen Traumatisierungen reichen sie von der sang- und klanglosen Fortführung der mundtot gemachten Anpassung an jedwede Vorgaben, ohne jeglichen Impuls einer Eigendrehung – ja – die Einschränkung wird als Einschränkung in der langphasig anerzogenen Eingeschränktheit als solche null und gar nicht wahrgenommen. Ganz im Gegenteil.
Die Hörigkeits- und Anpassungs- bzw. Funktionierdressur wird aktiv zum verlängerten Arm dieser völlig desolaten und irren Einschränkungsmaßnahmenvorgeber – der Mensch wird zum selbstbeschränkenden Richter nicht mehr nur für sich, sondern auch für alle anderen.
Eine willfähriger Idiot, der sich unbewusst bzw. völlig manipuliert als Gegner der Freiheit und Lebendigkeit von sich und allem Leben da draußen erweist und aus seiner unbewussten Angst angstvoll und damit völlig selbstdegeneriert gar die alleridiotischsten und eigentlich völlig unlogischen Vorgaben sklavenhaft wie der gefügigste, alleruntertänigste, allerbravste Diener erfüllt und alle diejenigen, die ihren Impuls nach Selbstbestimmung mit ihrem logischen Verstand einsetzen – als die Schuldigen beschimpft und quasi die Unfreiheit aus nur scheinbarer Einsicht massiv und brutal von anderen einfordert…
Doch das Gleiche geschieht von der Gegenseite. Hat der Verstand den auf der Hand liegenden Wahnsinn der Einsperrmaßnahmen durchschaut, bricht auch seine einst erlebte Ohnmacht und Wut gegen die Unkritischen, ja wahrlich von Blindheit Geschlagenen hervor und richtet sich massiv gegen sie.
Da inszeniert sich dann das gleiche Trauma auf zwei gegenüberliegenden Fronten – doch die Einsicht, dass ich den anderen nicht ändern kann, obwohl ich so viel Wissen und Erkenntnis besitze so viel mehr wie eben der Hörige, Angsterfüllte, ändert nichts am eigenen Drama.
Erst die Selbsterkenntnis, die Selbstbegegnung mit meiner eigenen hochsteigenden Wut – geboren aus der Ohnmacht des Schmerzes, einst nicht wahrgenommen, sondern übergangen worden zu sein, hilft mir, mir die Corona, die eigene Krone, selber wieder aufzusetzen.
Corona heißt in der Notenschrift der Musik Fermate, das bedeutet ausdehnen – also mein Bewusstsein ausdehnen.
Und meine emotionale Selbstbegegnung und Aufarbeitung alter wesentlicher Begrenzungen ist begleitet von einer neuen Wissensfülle, einem Blick hinter die Kulissen dieses Weltszenarios, so dass ich mehr und mehr voller Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft schaue und gleichzeitig mehr und mehr die Realität dieser schlafenden Schlafschafe erkenne, verstehe und akzeptiere…
Mein bewusster Aufbruch in meine Kraft, erstmals an meinen Willen und an meine Fähigkeiten zu glauben, wie sie in mich und in uns alle einst hineingelegt…doch verschüttet wurden…
Dies ist der Sinn dieser weltweit erschaffenen, geplanten Umstände.
Und über allem steht der Gedanke aus Goethes Faust: „Ich bin die Kraft, die Böses sucht, doch Gutes schafft…“