Eigentlich weiß ich gar nicht, wer Du bist, aber das ist mir im Augenblick eher angenehm.
Ich schaffe es doch kaum noch, jemanden anrufen, und nicht einmal, Mails zu schreiben. Ich habe Angst, mein Gegenüber vollzujammern oder mit den überzeugendsten Argumenten gegen die Corona-Maßnahmen zuzuschütten, um dann doch beim leisesten Gegenwind zu verstummen.
Hallo Du!
Ich möchte Dir erzählen, wie grotesk es mir vorkommt, wenn man die angeblichen Verschwörungstheoretiker „Aluhutträger“ nennt – ich habe noch keinen einzigen mit Alu-Hut gesehen, nicht einen einzigen. Dafür sehe ich im angeblich der absoluten Wahrheit verpflichteten Mainstream alle mit einem Lappen vor dem Gesicht herumlaufen. Ist das nicht genau so lächerlich? Und dann hat dieser Mainstream auch noch die Macht, diese Maßnahmen jedem einzelnen Staatsbürger kompromisslos aufzuzwingen. Von den futuristischen Hüten, die die Sicherheitskräfte bei Demonstrationen zieren, will ich gar nicht erst reden. So, diese Wahrnehmung von mir, von der ich noch nie was in der öffentlichen Berichterstattung gesehen habe, die wollte ich schon längst mal an den Mann (an die Frau) bringen. Danke, dass ich das hier darf!
Hallo Du!
Ich möchte gerne einen Vortrag halten über die Funktion unseres Immunsystems, dass wir dem doch vertrauen sollten und dass es nun einmal Krankheiten braucht, um es zu trainieren. Einem Immunsystem, das nicht gefordert wird, geht es wie den sprichwörtlichen Karpfen im Teich, wenn sie nicht tagaus, tagein von einem Hecht herumgejagt werden. Sie sterben! Und keiner weiß, was zu viele Impfungen mit diesem Immunsystem anstellen können! Ich fürchte, es ist eine Hybris, wenn wir glauben, die Natur wirklich kontrollieren zu können.
Ich möchte einen Vortrag halten über das, was Menschen berichten, die ein Nahtoderlebnis hatten. Keiner von denen will freiwillig zurückkehren in diese materielle Welt! Sie sehen nur ein, dass es eine spezielle Notwendigkeit gibt, es doch zu tun. Was ich damit andeuten will: Der Tod ist noch lange nicht das Schlimmste, was uns passieren kann! Wir brauchen keine Angst zu haben!
Hallo Du!
Mir fällt eine Spruchkarte ein, die ich mir sorgfältig aufgehoben habe. Darauf steht:
Glück besteht nicht darin, keine Zahnschmerzen zu haben, es besteht darin, welche zu haben und zu erleben, dass sie wieder aufhören.
Ich hatte als Kind alle Erkrankungen, die so auf der Tagesordnung waren: mehrfach Grippe, Angina und Mittelohrentzündung, Masern, Mumps, Röteln, Feuchtblattern, usw. Das war doch eine schöne Erfahrung, auch mal von der Schule zu Hause bleiben zu dürfen und ein paar Tage lang verwöhnt zu werden. Anders habe ich diese Krankheiten jedenfalls nicht in Erinnerung. Als Erwachsene blieb ich von solchen Fiebererkrankungen eigentlich total verschont, dafür wurde ich wegen einer Eierstockzyste im dritten Monat einer Schwangerschaft operiert. Das Kind überlebte wider Erwarten diese Prozedur, um dann am Ende des achten Schwangerschaftsmonats doch noch tot auf die Welt zu kommen. Ich habe dann noch weitere fünf Kinder zur Welt gebracht, zuletzt Zwillinge, auch eine nicht zu verachtende körperliche Herausforderung. Ich hatte eine Gallenblasenoperation, chronische Divertikulitis und anschließend eine schwere Darmoperation. Das alles waren Erfahrungen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte. Ich habe es jedes Mal ausgekostet, dieses Gefühl, wieder gesund zu werden, und dann mit neuem Lebensmut weiterzugehen in dem Bewusstsein, was ich alles schaffen kann.
Hallo Du!
Ich gehöre mit 68 Jahren durchaus schon zur Risikogruppe, aber ich habe niemanden darum gebeten, mich vor Corona zu schützen, und schon gar nicht möchte ich mich verantwortlich fühlen für die vielen Kollateralschäden, die der Lockdown verursacht hat.
Wenn es denn sein soll, dass ich krank werde, dann wird es seinen Sinn haben, dessen bin ich mir absolut sicher.
Wenn es sein soll, dass ich sterbe, dann werde ich sterben; da wird letzten Endes ohnehin kein Weg daran vorbeiführen.
Wenn es sein soll, dass ich krank werde, dann werde ich auch diese Krankheit in meine Schatztruhe an Erfahrungen einordnen.
Hallo Du!
Nichts für ungut, aber ich lasse mir vor dieses Krankheit keine Angst machen. Ich hoffe, Du auch nicht!
Alles Liebe …. eine Freundin