Die erste Stelle in meinem Körper, die sich meldet, wenn ich diesen Satz sage, ist –
mein Herz.
Es beginnt zu klopfen.
Schneller, schneller ! Aufregung breitet sich aus!
Wie weit darf ich meine Herzenstür öffnen, um nicht zu verbrennen?
Wann schließe ich sie?
Fragen über Fragen im Kopf ! Nein !
Da ist ein Gefühl! Welches ?
Ich bin viel allein zu Hause. Da kommen immer wieder meine Gedanken – mein Verstand.
Doch – ich will es anders – wo will ich hin?
In das Herz, in das Herzzentrum, dem wunderbaren Ort, wo Geborgenheit, Wärme, Liebe, das Verstehen, die Seele wohnt – das ,was doch unsterblich in uns ist ?
Traurigkeit, Tränen kommen!
Wieso ist meinem Gefühl nach, zu wenig Herzlichkeit in der Welt?
Ich will nicht mehr zuhause bleiben.
Wie kann ich Herzlichkeit in die Welt bringen?
Wo ich es doch so schwer schaffe, locker auf Fremde zuzugehen.
Ich schaffe es bei meiner Familie – jetzt vielleicht bei Freunden?
Ja, dort will ich es tun, mich noch mehr öffnen!
Mein Herz öffnen – achtsam, langsam, denn ich will keine Verletzungen mehr.
Ich tue es!
Komplimente erfreuen mich, mein Herz jubelt!
Ich spüre es auch JETZT, in diesem Moment!
Es schlägt einen gleichmäßigen Rhythmus!
Ein lieber Freund macht mich auf meinen Namen aufmerksam, den ich immer so hart empfunden habe.
Verändere doch die Buchstaben – schau, was entsteht!
Ich denke wieder einmal zu viel.
Bleib locker! Versuch es auf Englisch!
Jaaaaa -HEART !
Das Herz wurde mir schon von meinen Eltern als Baby mitgegeben.
Danke dafür! Ihr habt mir unbewusst, der englischen Sprache nicht mächtig, einen Schatz mitgegeben, den ich erst viele Jahre später durch einen meiner liebe Freunde heben darf.
Nun meldet sich auch Mut – und bisschen.
Scheinbar strahlt mein Herz aus, denn herzerfreuen Kontakte zu wildfremden Menschen, wenn auch kurz, entstehen.
Die Maske stört nicht, den Wärme, Herzenswärme ausstrahlen, geht anders –
Wie? Frag nicht immer – tu es !!!
Ein freundliches Nicken auf der Straße –
ein liebevoller kurzer Dialog im Vorbeigehen über das nebelverhangene Wien, wo wir uns doch schon sehr nach Sonne sehnen –
ein Blick zum auf „2Meter Distanz“ mir begegnendem Spaziergänger –
ein freundliches Wort zur Kassierin, zu meinen Nachbarn im Haus –
ein aufmunterndes Wort und Danke zum paketschleppenden Postboten –
ein „Servus“ beim Wandern in der Natur –
eine Herzensverbindung auf dem Berg, wenn sich Weggefährten der Sonne zuwenden und mal Corona kurz vergessen –
eine SMS Nachricht an frühere Wegbegleiter, mit denen ich schon lange nicht mehr kommuniziert habe –
Menschen, die sich in dieser Zeit unverstanden fühlen, Ansprechpartnerin zu sein per Telefon oder Video – !
Mein Herz will sprechen, auch nonverbal. Ich lasse es zu.
Wie ist es doch, wenn ich einen Stein in ein stehendes Gewässer werfe?
Immer größere Kreise entstehen!
Und wenn ich den Stein werfe?
JA ! Ich öffne mein Herz – achtsam!
Große Kreise sollen entstehen – in meinem Herzen und im Herzen VIELER!