Ich freue mich auf diesen zauberhaften Tag, wo alles möglich ist und sich alle Türen endlich einmal wieder öffnen, ohne Begrenzung in Zeit und Raum. Das erste, was ich jetzt sofort machen werde, ist in mein individuelles Raumschiff einsteigen und in zeitfreier Geschwindigkeit nach Hamburg sausen und dort meine geliebte Familie besuchen, die ich Weihnachten zuletzt gesehen habe. Gerade in den letzten Tagen war die Sehnsucht danach größer geworden und wir haben einander gesagt, dass wir uns fehlen. Und schon kommen mir die Tränen. Ich werde einfach am Hause meiner Nichte vor der Tür stehen, und wir fallen uns in die Arme. Ach, dieser Hautkontakt mal wieder! Und die kleineren Kinder kommen gleich angelaufen und auch wir schließen uns in die Arme. Wir alle strahlen und ich habe natürlich auch noch schnell die belgischen Pralinen und Ostereier geholt und mitgebracht, zum allseitigen Vergnügen. Die erwachsenen Kinder meiner Nichte, die fast alle in Partnerschaft ganz in der Nähe wohnen und zum Teil auch schon eigene Kinder haben, werden telefonisch informiert und soweit sie nicht gerade arbeiten, kommen auch gleich vorbei, und die anderen später. Es ist soviel Liebe zwischen uns, und wir sind alle gerührt. Es wird gleich eine Champagnerflasche aufgemacht und zugeprostet. Das tut alles so gut, und wir genießen es umso mehr, als unser gemeinsamer Osterurlaub in einem Ferienhaus an der Nordsee in Dänemark gerade annulliert wurde! Das wiegt alles auf. Lauter strahlende Gesichter und immer wieder Umarmungen! So herrlich
Und jetzt werde ich diesen Tag noch ins Unendliche ausdehnen – Zeit kennt ja keine Grenzen – und einen Abstecher nach Australien in Perth hinzufügen, wo Annika mit ihrer Familie lebt, die 2 Tochter meiner Nichte. Wir haben uns vor zwei Jahren zuletzt gesehen, als ich zu einem Seminar dort war, zu dem ich als Referentin eingeladen worden war und zu dem Annika mitgekommen war. Das war das erste Mal, das ein Familienmitgliedes meiner beruflichen Tätigkeit dabei war! Das war besonders schön. Und jetzt stehe ich bei ihnen vor der Tür , das ist die allergrößte Überraschung, mit der keiner gerechnet hatte. Auch wenn wir weit voneinander entfernt leben, sind wir uns immer ganz nahe.
Und jetzt setze ich mich wieder in mein tolles Raumschiff und genehmige mir ein weiteres absolut tolles Erlebnis an diesem unendlich langen Tag, nämlich ein live Konzert im Brüsseler Konzertsaal im Rahmen meines Abonnements der großen internationalen klassischen Orchester. Es ist ein Konzert des London Philharmonie Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim. Sie spielen die 9. Symphonie von Beethoven – Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium … – Ich schwelge nur noch, während ich neben meiner Freundin Anne-Marie sitze und wir uns anstrahlen. Das ist eines der Ereignisse, die ich in dieser Zeit am meisten vermisst habe, wahre Musik, die mich in höhere Sphären versetzt, wo es keine Grenzen gibt. Ein unwiederbringliches Erlebnis, das mich total beglückt.
Welch ein ereignisreicher unvergesslicher Tag. Mein Herz ist voller Dankbarkeit. Ein göttlicher Tag, einfach umwerfend unvergesslich, nie dagewesen. Vielleicht ist das schon eine Vorahnung dessen, wie unser Leben bald aussehen könnte, eine Welt, in der alles anders ist unigrenzenlos göttlich perfekt.
Danke, danke, danke. Halleluja !